Badesee Beiseförth verunreinigt durch Fäkalien von Wasservögeln

Geplant war ein Bad mit den Kindern am 27.07. im Naturbadesee Beiseförth, wegen der starken Verunreinigung vor Ort fuhren wir an den Naturbadesee nach Ostheim und waren Positiv überrascht.

Mit einer Sichttiefe von über 1 m, keine Fäkalien von Wasservögeln am Strand oder auf der gepflegten Liegewiese ist der Badesee Ostheim im Vergleich zum Naturbadesee Beiseförth die bessere Wahl. Zu bemängeln wäre lediglich der schmale Zugang zum Badesee der in den letzten Jahren sich durch Uferpflanzen und Büsche natürlich verkleinert.

Die Verunreinigung des Badesee Beiseförth durch Fäkalien von Wasservögeln ist untragbar, ein Baden ist für Kinder und ältere Menschen gesundheitlich bedenklich. Das Ufer ist übersät mit Fäkalien, die Liegewiese selbst sieht nicht viel besser aus. Zusätzlich ist ein unangenehmer Geruch am Badesee feststellbar, der bei den hohen Lufttemperaturen von über 30°C durch die Fäkalien entsteht.

Obwohl am Eingang zum Naturbadesee Beiseförth ein Hinweis angebracht wurde, der auf Infektionen für Menschen durch die Fäkalien der Wasservögel hinweist, werden keine Maßnahmen ergriffen. Auch der Hinweis dass durch die Gewässerbelastung der Wasservögel ein Badeverbot möglich ist wird ignoriert.

Freude kommt bei den Badegästen am Naturbadesee Beiseförth bei einen solchen Anblick sicherlich nicht auf!

Das Wasser ist sehr trübe bei einer Sichttiefe von max. 40 cm, auf der Wasseroberfläche schwimmen Ablagerungen auf dem Badesee die von Badegästen verschluckt werden können. Eine erhöhte Keimbelastung durch Vogelkot ist am Badesee Beiseförth in dem Ausmaß möglich. Das Gesundheitsamt Homberg Efze ist nicht nur für die Einhaltung der Wasserqualität
verantwortlich, sondern  muss auch ein Badewasserprofil erstellen, in dem auch die Bewertung des Vogelaufkommens beurteilt wird. Nach Angabe des Gesundheitsamtes liegen aber noch keine Erkenntnisse über ein Vogelaufkommen vor, obwohl das Problem schon seit Jahren bekannt ist.

Wasservögel, z.B. Enten sind Verursacher der "Bade- oder Zerkariendermatitis", die Zerkariendermatitis kann das Badevergnügen durch einen juckenden Hautausschlag beeinträchtigen.

Der Naturbadesee Ostheim war am 27.07. gut besucht und ohne offensichtliche Mängel die das Badevergnügen einschränken.

Die geringe Sichttiefe am Badesee Beiseförth von 40 cm kann auf eine schlechte Badewasserqualität hinweisen.

Das Bundes Umweltamt gibt folgenden Hinweis:
Um gesundheitliche Probleme beim Baden zu vermeiden oder zu vermindern, sollen Badegewässer möglichst wenig pathogene Mikroorganismen enthalten, den Gehalt an bestimmten Indikatororganismen nicht überschreiten und eine Sichttiefe von mindestens 1 m besitzen.

Fazit:
Die Badewasserqualität am Naturbadesee Beiseförth, hier auch gerade das Flachwasser an dem Kinder spielen, ist durch seine Trübung, den Ablagerungen auf der Wasseroberfläche und den Fäkalien bedenklich. Der Badesee Beiseförth wurde durch das Gesundheitsamt Homberg Efze am 17.07. überprüft, der angetroffene Zustand des Badesees am 27.07. ist daher unverständlich
Für den Naturbadesee Beiseförth fallen gegenüber den Badesee Ostheim erheblich höhere Unterhaltskosten für die Gemeinde Malsfeld an, die bei einen solchen Zustand des Badesees nicht gerechtfertigt sind.

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